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„Ehre sei dir, o Herr!“

PV Warburg Das ist der Gruß an Jesus Christus, den wir sprechen, während wir uns darauf vorbereiten, das Wort Gottes im Evangelium zu hören. An dieser Stelle zeichnen wir drei kleine Kreuze: Auf die Stirn, auf den Mund und auf die Brust.

Mit den Kommunionkindern erarbeiten wir zur Erklärung dieser Kreuzzeichen immer drei kurze Gebetssätze: Gott, ich schicke meine Gedanken zu dir! – Gott, ich will reden mit dir! – Gott, ich öffne dir mein Herz!

Gott, ich schicke meine Gedanken zu dir – ja, über das Evangelium muss ich erst mal nachdenken. Manchmal muss ich Fragen klären. Grübeln, weil sich Widerstand in mir regt – oder ich etwas nicht gleich verstehe. Darauf rumkauen, um einen Zugang dazu zu bekommen. Gottes Wort ist manchmal wie Schwarzbrot: Das entwickelt eine ganz eigene Süße, wenn ich lang darauf rumkaue.

Gott, ich will reden mit dir – über das, was ich von der Heiligen Schrift verstanden habe und noch mehr über das, was ich noch nicht verstanden habe, darf und soll ich mit Gott ins Gespräch kommen. Mir geht es oft so, dass in diesem Reden und Nachsinnen vor Gott sich ganz viel klärt. Es ist mir noch nie geschehen, dass Gott vernehmbare Worte an mich gerichtet hat – und doch glaube ich daran, dass er in diesem Klärungsprozess mit mir spricht.

Gott, ich öffne dir mein Herz – hier will es wohnen, Wurzeln schlagen, Frucht bringen. Wenn das Wort Gottes in meinem Herzen wohnt, bekommt es Raum in mir, um Verstehen zu bewirken, Handeln zu beeinflussen, Veränderung zu stärken. Wenn es Wurzeln schlägt, wir es in mein Handeln eingehen und damit Frucht bringen.

Dies alles bedeutet, Jesus Christus, der uns im Wort des Evangeliums begegnet, zu ehren.

  

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