Startseite

Andersbrief Nr. 17

Andersbrief Nr. 17

Mit dem Ferienbeginn an diesem Wochenende wollen wir nun den Andersbrief enden lassen. Es hat uns viel Freude gemacht, Sie mit diesem Medium zu begleiten. Es hat so manche Rückmeldung gegeben, die gut getan hat. Herzlichen Dank für jedes gute Wort!


Diese letzte Ausgabe wird nun ein wenig anders als die Bisherigen. Statt sich auf einen konkreten Sonntag zu beziehen, wird die zweite Seite Anregungen geben, wie Sie sich auch allein mit der Bibel auseinandersetzen können. Und die dritte Seite sammelt unterschiedliche Ideen, wie Sie Ihren Sonntag geistlich nutzen können. Statt des Gottesdienstes, dem Sie aus Ihren Gründen fern bleiben wollen – aber auch zusätzlich dazu.


Mit dem Segensgebet auf der Seite Vier beschließen wir dann den Andersbrief – und bleiben einander doch im Gebet verbunden. Bleiben Sie gesund, schützen Sie sich und andere – und bleiben wir alle mit Gott verbunden.
Im Namen des Pastoralteams grüße ich Sie herzlich,
Veronika Groß
Pastoralverbund Warburg, Kalandstraße 8, 34414 Warburg – letzter Anders-Brief Nr. 17, 28. Juni 2020


Zur Bibel
- Mit Symbolen kennzeichnen
An den Rand des Bibeltextes Symbole schreiben:
! – Wichtig
i (Kerze) – da geht mir ein Licht auf
? – Dazu habe ich eine Frage
* - Zusage, Zuspruch
Suchen Sie sich Ihre eigenen Symbole!


- Eine Bibel bearbeiten
Wählen Sie eine Bibelausgabe aus, die Sie sich zukünftig zu eigen machen, indem Sie
Ihre eigenen Gedanken, Fragen, Anregungen … an den Rand schreiben, auf Klebezetteln
dazukleben, Bilder einlegen …


- Ein Buch der Bibel fortlaufend lesen
Wählen Sie ein Buch der Bibel, evtl. eines der Evangelien, aus, um es fortlaufend zu
lesen. Lesen Sie langsam und achtsam – und unterbrechen Sie das Lesen, um über
Worte, von denen Sie berührt werden, nachzudenken und mit Gott ins Gespräch zu
kommen.


- Schreiben Sie Ihre Bibel
Schreiben Sie einen Bibeltext ab. Das geht mit der Schreibmaschine oder dem PC, aber
auch mit der Handschrift oder sogar einer Schönschrift. Die Verlangsamung des
Schreibens erlaubt andere Gedanken …


- „Bible Art Journaling“
Diese Methode ist im Internet sehr ausführlich beschrieben, es gibt viele Ideen dazu.
Eine einfache Anleitung dazu: Suchen Sie sich in einem Bibelabschnitt Schlüsselworte
oder kurze Aussagen, die Sie ansprechen. Stellen Sie diese Aussagen im nächsten Schritt
bildlich dar.


- Ignatianische Bibelbetrachtung
Stellen Sie sich eine Bibelstelle möglichst bildhaft vor. Schließen Sie dazu die Augen, um
die inneren Bilder sehen zu können: Wo sind die handelnden Personen, wie sieht das
Umfeld aus, die Landschaft …


Suchen Sie sich Ihren Platz in dieser Geschichte. Wo fühlen Sie sich wohl?
Mit welcher der handelnden Personen möchten Sie ins Gespräch kommen? Tun Sie es …


- Atemgebet mit der Bibel
Versuchen Sie, die Bibelstelle auf eine wichtige Aussage hin zu reduzieren. Ob Sie dafür
einen kurzen Satz aus dem Text nehmen oder eine eigene Formulierung finden – der
übrigbleibende Satz / das übrigbleibende Wort muss sich gut „anfühlen“. Verbinden Sie
dies nun mit Ihrem Atem – mit dem Einatem, um etwas in sich aufzunehmen; mit dem
Ausatem, um etwas loslassen. Lassen Sie den Atem ruhig fließen, mit Pausen … und
lassen Sie das Wort los, wenn es hinderlich wird.


- Brief schreiben
Schreiben Sie Gott / einer vorkommenden Person / Jesus einen Brief zu dem Bibeltext,
den Sie lesen.


Aus dem Gotteslob:
GL 1 Gottes Wort hören – Umgang mit der Heiligen Schrift


Ideen für den Sonntag
In der Natur nach meinen Möglichkeiten der Begegnung mit Gott suchen.
Mir eine Ecke für das Gebet suchen und sie mit Kerze, Kreuz und/oder Bild, evtl. Blume, ansprechend gestalten.
Mit einem Schott, dem Magnificat oder Te deum (Publikationen zum Stundengebet), der
App „Stundenbuch“, einem entsprechenden Kalender … mir die Texte des Sonntags besorgen und meine Auswahl für MEINEN Sonntagsgottesdienst treffen (evtl. Zeit setzen und dann einen Abschluss finden)
Mich mit jemandem zu einem Gespräch über den Glauben verabreden – ob persönlich, per Telefon, übers Internet …
Einem Fernsehgottesdienst folgen – mittlerweile gibt es da zu viele Angebote, um hier einen herauszugreifen. Auch im Internet gibt es vielfältige Übertragungen – live oder als Aufzeichnung – von Gottesdiensten
Ebenso das Radio kennt Andachten und Gottesdienste, z.B. Domradio, Radio Horeb – aber auch die entsprechenden Rubriken bei (fast) allen Radiosendern.
Ich suche mir ein geistliches Buch und lese und bedenke einen Abschnitt.
Ich nutze eine Idee der Begegnung mit der Bibel auf Seite 2.
Ich höre ein geistliches Musikstück. Es gibt viele Messen – J.S. Bach hat für jeden Sonntag eine Kantate geschrieben … in vielen Musikstilen gibt es ein großes Angebot.
Ich verbinde meine Fitnessübung mit einer geistlichen Übung. Gott schaut auf mich. Gott liebt mich. Gerade jetzt.
Was mache ich besonders gern? Was bringt mich zu mir, erdet mich, erfreut mich? Kann ich das mit Gott in Verbindung bringen?
Ich lese einen geistlichen Text vor. Für jemand anderen – oder für mich.
Meinen Sinnen nachspüren: bewusst hören, sehen, tasten, schmecken, riechen …
Einen (Glaubens-)Satz, der mir gut tut, längere Zeit in mich einwirken lassen: Ihn langsam, aber immer wieder mit Pausen wiederholen.
Abends eine „Tagesschau“ halten: Worüber habe ich mich heute gefreut? Was hat mich heute geärgert?
Nach einem Gebet suchen, das mir gefällt – in Büchern, mir von anderen empfehlen lassen, im Internet … Evtl. Aufschreiben und im Laufe der Zeit ein Gebetbuch zusammenstellen.

Andersbrief Nr. 17