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Coronakrise

Taufen, Erstkommunion, Trauungen

Schwestern und Brder hier im Warburger Land!

 

Die zurckliegenden Wochen haben kirchliches Leben nahezu zum Erliegen gebracht. Das war unvermeidlich und sicher auch sachgerecht. Wahr ist aber auch: Gottesdienste konnten nicht gefeiert und Verstorbene mussten im engsten Familienkreis zu Grabe getragen werden. Taufen, Erstkommunionfeiern und Trauungen fielen aus. Und nicht zu vergessen, die wichtigsten Tage im Kirchenjahr, die Kar- und Ostertage, waren der Mitfeier von Glubigen nahezu entzogen - jedenfalls in der blichen gemeinschaftlichen Form. Das, was mglich war, war nicht Nichts. Sicher haben Menschen diese Lage auch als soziale und spirituelle Herausforderung begriffen und angenommen, sind daraus gestrkt und bereichert hervorgegangen. Abzuwarten bleibt, welche positiven oder negativen Langzeitfolgen diese Krise hervorbringen wird. Werden wir Gemeinschaft neu schtzen lernen und sie pflegen, werden sich neue Gemeinschaftsformen bilden, werden Menschen ihrem je eigenen Weg den Vorzug geben? Wir wissen es nicht. Und ich schreibe das, ohne eine eigene Werte in meine Worte hineinlegen zu wollen.

Nachdem wir in den letzten vierzehn Tagen erste Gehversuche bei Sonn- und Werktagsgottesdiensten machen konnten, sehen wir uns ermutigt damit fortzufahren. Wir werden sehen, wohin es uns fhrt und welche Korrekturen vielleicht ntig sein werden. Erste zaghafte Versuche werden wir mit Seelenmtern machen. Wichtig ist mir, Ihnen gerecht zu werden, gleichzeitig aber die Mglichkeiten nicht zu berreizen. Wir wollen und mssen die Einhaltung der Abstandregeln gewhrleisten und mssen darum den Zutritt zur jeweiligen Kirche in ganz unterschiedlichem Umfang (aber in der gleichen rechtlichen Logik) begrenzen. Ich werde konkreter:

  • An der Notwendigkeit, sich zur Teilnahme an einer sonntglichen Eucharistiefeier im Pfarramt anzumelden, halten wir zunchst fest.
  • Wir bentigen weiter Ordner, die den Zutritt zur jeweiligen Kirche regeln. Da das auf Dauer fr die Ehrenamtlichen belastend ist, laden wir herzlich zur Mithilfe ein. Wer dazu bereit ist, melde sich bitte im Pfarramt.
  • Bis auf weiteres nehmen wir fr die Gottesdienste keine Gebetsintentionen an. Das gilt nicht fr 30-tgige Seelenmter oder erste Jahresmter.
  • Zur Feier der Taufe werden wir bis auf weiteres nur jeweils ein Kind und dessen Familie pro Gottesdienst einladen. Deshalb werden wir mit den bisherigen Taufsonntagen nicht auskommen und sie um zustzliche Gottesdienstzeiten erweitern. Die Priester werden sich mit den jeweiligen Eltern in Verbindung setzen, um entsprechende Absprachen zu treffen.
  • Mit den Eltern der Erstkommunionkinder werden wir in den nchsten Tagen mgliche Angebote besprechen.
  • Auch sind Trauungen wieder mglich.

Zur Ehrlichkeit gehrt aber auch: Die Abstands- und Hygieneregeln werden jedwede kirchliche Feier wesentlich prgen.

  • Bei der Taufe werden wir auf verschiedene Riten verzichten, andere den hygienischen Notwendigkeiten anpassen mssen.
  • Gleiches gilt fr den Empfang der ersten Heiligen Kommunion. Ich nenne es bewusst nicht Erstkommunionfeier, denn das wrde Bilder und Erwartungen wachrufen, die in diesen Zeiten nicht im Ansatz zu erfllen sein werden.
  • Das gilt fr Trauungen genauso wie fr alles andere.
  • Die Abstandsregeln gelten auch innerhalb der "Sippe".
  • Gemeinschaftlicher Gesang muss unterbleiben.

Wiederholen mchte ich meinen schon vor Tagen ausgesprochenen Wunsch: Bitte lassen Sie, die Gottesdienstfeiernden, Vorsicht walten. Wir tun uns und anderen einen wichtigen Dienst, wenn wir den Corona-Virus auch weiterhin sehr ernst nehmen. Daher ein paar Hinweise:

  • Bitte prfen Sie Sich gut, ob sie gesund sind. Auch beachten Sie bitte Ihren allgemeinen Gesundheitszustand. Gehen Sie bitte kein Risiko ein, das sich vermeiden liee.
  • Vermeiden Sie das Anfassen von Trklinken und Griffen. Wir werden uns unsererseits bemhen, dass die Kirchentren offenstehen.
  • Bitte halten Sie unbedingt den notwendigen Sicherheitsabstand.
    • Beim Betreten und Verlassen der Kirchengebude
    • Beim Platznehmen (dazu sind eigens grne Hinweisschilder angebracht, die die mglichen Pltze ausweisen).
    • Beim Kommuniongang
    • Rcken Sie bitte durch, damit keiner vor Ihnen hergehen muss, um seinen Sitzplatz zu erreichen. Das ist unbedingt auszuschlieen!
  • Beim Betreten und Verlassen der Kirche empfiehlt es sich auch, einen Mund-Nase-schutz anzulegen. Ob Sie den im Gottesdienst tragen wollen, bleibt Ihnen berlassen.
  • Da wir aus hygienischen Grnden keine Gesangbcher auslegen werden, empfiehlt es sich, das eigene Gotteslob mitzubringen.

 

Ihnen und Ihren Lieben alles Gute. Bleiben Sie gesund.

 

Mit freundlichen Gren

Gerhard Pieper, Pfarrer