Wort-Gottes-Feiern am Sonntag mit Kommunionspendung

Sie waren ein Herz und eine Seele … Apg 4,32

PV Warburg Die Apostelgeschichte beschreibt an manchen Stellen die nachpfingstliche Christengemeinde. Zugegeben, sogar damals waren das Idealbilder. Die Wirklichkeit sah oft anders aus. Paulus z.B. musste in seinen Briefen den Gemeinden oft ins Gewissen reden …

Aber: Diese Stellen beschreiben, wie man sich eine ideale christliche Gemeinde vorstellte. Deswegen beschreiben sie auch heute noch das Zielbild, die Vision – den Anspruch an uns als Christen.

Gleichzeitig erleben wir eine Gesellschaft, die immer mehr zerfleddert. Werte scheinen sich aufzulsen. Es verndert sich alles immer schneller …

Als Christ, der in diese Welt hinein gesandt ist (Gilt nicht auch mir dieses „Gehet in alle Welt …“?), kann ich mich fragen: Was erlebe ich in der Gesellschaft / als Gesellschaft? Wie bewerte ich das? Wie kann ich darauf einwirken?

Es ist ein fataler Mythos, immer nur das Handeln von oben (die Politiker, die Bischfe, die …) einzufordern. Ich kann zwar nur wenig bewirken – aber es ist mein Auftrag und meine Aufgabe, in meiner Umgebung genau so zu leben, wie ich es fr richtig halte. Die Leute sollten freundlicher werden? Dann versuche ich, in meinen Begegnungen – auf der Arbeit, im Supermarkt, im Straenverkehr …) freundlich zu sein. Es sollte mehr Respekt geben? Dann versuche ich, respektvoll zu sein …

Gottesdienst mchte genau dem dienen. Aus der Begegnung mit Gott darf ich Kraft schpfen, denn er lsst mich nicht allein. Im Gesprch mit Gott entdecke ich, wo meine Versuche zu Freundlichkeit und Respekt auf der Strecke geblieben sind – und darf neu anfangen. Im Hren auf Gottes Wort entdecke ich, was mein nchster Schritt sein knnte. Worauf ich mich in dieser Woche konzentrieren mchte. Was ich einben kann. Und im Segen hre ich: Ich, Gott, sende dich in diese Welt.

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