Gremien u. Personen

Bodenständig, aber mit Weitblick

Kirchliche Gremien im Warburger Land werden im Herbst neu gewählt.

Im November, am 6./7. November, werden die Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände im Pastoralverbund Warburg neu gewählt. Bis zu 140 Männer und Frauen werden dann ihre Mandate erhalten.

In einer zugegeben schwierigen kirchlichen Lage gilt es Menschen zu finden, die sich auf sehr verschiedene Weise für Kirche, Gemeinde und Glaube engagieren wollen. Zwei recht unterschiedliche - sich aber dennoch wechselseitig bedingende – Bereiche tun sich auf: Die Arbeit im örtlichen Kirchenvorstand als auch die im jeweiligen Pfarrgemeinderat. Geht es im ersten mehr um die finanzielle und räumliche Ermöglichung von Gemeindeleben, richtet sich der Blick des zweiten Gremiums auf dessen Ausgestaltung und Weiterentwicklung.

 

Die 15 Kirchenvorstände verantworten die Verwaltung der Finanz- und Vermögenswerte der jeweiligen Kirchengemeinde. Sie treffen die mittel- und langfristigen Entscheidungen der Kirchengemeinde.

Soll etwas angeschafft oder renoviert werden? Wie wird es finanziert? Wie sollen Verträge mit Mitarbeitenden, Pächtern, Mietern, Käufern oder Handwerkern ausgestaltet sein? sind exemplarisch Fragen des Gremiums. In Rimbeck und Scherfede gesellt sich der Betrieb und der Unterhalt eines kirchlichen Friedhofs hinzu. In Scherfede braucht ein kirchliches Altenheim weitere Aufmerksamkeit.

Anspruchsvoll zugegeben, aber es birgt auch die Chance etwas zu bewegen und auch persönlich zu „wachsen“.

Der Kirchenvorstand arbeitet als Gruppe, in der die Aufgaben verteilt sind, die Verantwortung gemeinschaftlich getragen wird.

Fragen und Anliegen von Gemeindemitgliedern oder ehrenamtlich Tätigen können aufgenommen, beraten und unterstützt werden.

Gerade in diesen Zeiten trägt der jeweilige Kirchenvorstand zum Fortbestand der Pfarrgemeinde bei, denn ohne lokale Selbstverwaltung geht das nicht.

 

Schon in den zurückliegenden Jahren hatten nicht alle Pfarrgemeinden einen Pfarrgemeinderat. Aber auch in den Dörfern, in denen kein Pfarrgemeinderat gebildet worden war, gibt es Menschen, die sich als einzelne oder in Gruppen für Belange der Gemeinde engagieren. Darum ist es uns ein Anliegen, dass auch weiterhin zu ermöglichen.

Für den einen mag Traditionspflege und die damit verbundenen Termine im Laufe eines Jahres ein wichtiges Anliegen sein, für andere mögen Themen oder Aktionen besonders reizvoll sein. Beides soll möglich sein.

Auch schließen langfristiges und kurzzeitiges Engagement einander nicht aus.

Es kann auch sein, dass sich Menschen auf der Ebene des Pastoralverbundes engagieren möchten, weil sie sich dort besser verortet wissen. Warum nicht?! Hier ist auch der Ort Themen zu entwickeln und umzusetzen, die über den dörflichen Rahmen hinausgehen.

Wichtig ist uns dabei, aus dem Glauben heraus, mit Blick auf das Wort Gottes, Antworten für unsere Zeit und unseren jeweiligen Ort zu suchen und zu finden. Wir wollen dementsprechend Weggemeinschaft anbieten.

 

Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände arbeiten zusammen, aber auch mit vielen anderen Personen und Einrichtungen des öffentlichen Lebens am Ort, mit dem Gemeindeverband der kath. Kirchengemeinden im Hochstift Paderborn und mit Stellen des Erzbistums. Die Zukunft der Gemeinde kann aktiv mitgestaltet werden.– Mandatsträger/innen können echte „Sozialraumentwickler“ sein, können etwas im Ort bewegen, für die Menschen im Ort.

Darüber hinaus können beide Gremien einen Beitrag leisten, die Rolle Glaube und Kirche in unserer Gesellschaft im Allgemeinen herauszustellen. Auch und gerade im sozialen und caritativen Bereich gilt es, erkennbar zu werden, Bedarfe zu erkennen und anstehende Aufgaben im Sinne der Menschen umzusetzen.

Wer Interesse hat mitzumachen, kann sich schon jetzt bei den aktuellen Mitgliedern der örtlichen Gremien und im Pfarramt melden. Herzlich willkommen!