Caritas / Soziales

Neue Gäste in Haus Maria

Das Haus Maria ist seit Anfang Januar 2015 Unterkunft und neue Heimat für asylsuchende Flüchtlinge. Nach und nach wächst die Anzahl der untergebrachten Asylbewerber, so dass derzeit 39 Personen dort wohnen. Die Flüchtlinge stammen aus so unterschiedlichen Ländern wie Bangladesh, Indien, Sri Lanka, Tibet, Armenien, dem Iran, dem Irak, Syrien und Eritrea, aber auch aus europäischen Ländern wie Serbien, Albanien und dem Kosovo. So verschieden wie die Nationalitäten sind auch die Religionszugehörgkeiten der Bewohner: neben katholischen und orthodoxen Christen bekennen sich die neuen Bewohner von Haus Maria zum sunnitischen bzw. schiitischen Islam, zum Hinduismus und zum Buddhismus.

Erfreulicherweise hat sich bereits eine große Anzahl an Freiwilligen gefunden, die die Flüchtlinge in vielen Belangen unterstützen. So erfolgen Begleitungen zum Sozialamt, zu Arztbesuchen oder auswärtig erforderlichen Untersuchungen bei Fachärzten, wo nicht nur Fahrdienste, sondern auch Unterstützung bei der Übersetzung der ärztlichen Diagnose notwendig ist. Viele Veranstaltungen wurden bereits gemeinsam mit den Flüchtlingen besucht.

Ein großes Angebot an Sprachkursen konnte inzwischen durch die Unterstützung etlicher Freiwilliger aufgebaut werden. So finden derzeit sechs wöchentliche Sprachkurse durch ehrenamtlich Unterrichtende statt. Da die Flüchtlinge eine große Begeisterung für das Erlernen der deutschen Sprache zeigen, kann durch Organisation der Stadt Warburg seit Mitte April 2015 zusätzlich ein zunächst einmal wöchentlich stattfindender Deutschkurs durch Dozenten der Volkshochschule angeboten werden.

Um die Kommunikation unter den Flüchtlingen und mit Externen zu intensivieren, haben die Unterstützer des Hauses Maria einen „Offenen Treff" eingerichtet, der jeden Samstag ab 12.30 Uhr im Speiseraum stattfindet. Hierzu sind alle eingeladen, die sich, auf welche Art und Weise auch immer, in die Arbeit mit den Flüchtlingen einbringen möchten. Anlässlich des offenen Treffs am Samstag bereitet jeweils eine Gruppe von Asylsuchenden ein landestypisches Mittagessen für alle Bewohner und Gäste zu, das gemeinsam verzehrt wird. Hierzu sind alle Interessierten herzlich willkommen!

Durch Spenden und Haushaltsauflösungen konnte ein kleiner Fundus an Alltagsgegenständen eingerichtet werden, die von neu ankommenden Flüchtlingen benötigt werden. Dies sind vorrangig Handtücher, Küchenutensilien wie Töpfe und Geschirr, Kleidung und Schuhe sowie Fahrräder, mit denen die Flüchtlinge in die Stadt fahren können. Weitere Sachspenden dieser Art können nach Absprache mit Jan Tillmann oder Claudia Vorschütz (Haus-Maria-Warburg@gmx.de) im Haus Maria abgegeben werden.

Vielen Dank dafür!