Warburg-Mariä Heimsuchung

Pädagogische Schwerpunkte

Unser Bild vom Kind

Pädagogische Zielsetzung

 

„Wo Kinder wirklich leben und sich entwickeln, da tun sie es ganz und erlebend.“

(Norbert Hupperts)

 

 

Alle Kinder sind neugierig und wollen ihre Welt entdecken. Neugierde, Freude und Spaß sind die wichtigsten Lernvoraussetzungen. Kindergartenkinder lernen im konkreten Umgang mit den Dingen. Sie wollen ihre Welt mit allen Sinnen erfassen: Riechen, Sehen, Schmecken, Tasten, Hören. Diese Erfahrungen brauchen sie, um Dinge in ihrer Ganzheit wahrnehmen und begreifen zu können.

Für den Alltag in unserer Einrichtung bedeutet das, daß Kinder nicht von uns „belehrt“ werden, sondern mit Kopf, Herz und Hand ihre eigenen Erfahrungen machen können.

 

Unser Kindergarten soll ein Lebensraum für Kinder sein, in dem

  • ihre Erlebniswelt im Mittelpunkt steht
  • sie sich wohlfühlen und entfalten können
  • sie anderen Kindern  begegnen können

  • ihnen qualifizierte Fachkräfte als Vorbild, Vertrauensperson und Ansprechpartner zur Seite stehen, die sie begleiten und unterstützen
  • jedes Kind sich angenommen und ernstgenommen fühlen kann

  • sie sinnlich wahrnehmbare Erfahrungen machen können & Gelegenheit zum Nachahmen, Staunen, Ausprobieren und Selbermachen haben
  • sie Wertschätzung und Hilfe erfahren bei der Entwicklung ihres Selbstvertrauens, ihrer Selbständigkeit und ihrer Eigenverantwortung

  • das Miteinander sich an den Grundlagen des christlichen Glaubens orientiert, d.h. dass es geprägt ist von Achtung, Angenommensein und Wertschätzung jedes Einzelnen

  • sie die Möglichkeit haben, auf spielerische Weise ihre Welt erobern und sich zu selbstbewussten, eigenständigen Persönlichkeiten zu entwickeln.     

 

Ziel der pädagogischen Arbeit in unserer Einrichtung ist es, das Kind durch vielfältige Erfahrungsmöglichkeiten und durch ganzheitliches Lernen in seiner Gesamtpersönlichkeit zu stärken!

Dabei kommt es auf die Förderung von Basiskompetenzen an, auf denen später die intellektuelle Bildung aufbauen kann.

Wir möchten den Kindern Gelegenheit bieten, ihre Entwicklungspotenziale möglichst vielseitig auszuschöpfen und sich eine soziale, emotionale, geistige und körperliche Grundausstattung anzueignen.

Selbstwirksamkeitserfahrungen, die Freude am Tun und am gelingen schafft eine lebenslange Motivation, Dinge auszuprobieren, Mut zu Neuem zu entwickeln und konzentriert bei der Sache zu bleiben. Wenn Kinder immer wieder eigene Lösungsmöglichkeiten für die selbstgestellten Aufgaben entwickeln konnten, entwickeln sie Handlungskompetenz auch für Aufgaben, die sich in der Zukunft stellen werden.“ (Karl Gebauer)

 

  

Religiöse Erziehung

 

Als katholische Einrichtung ist es uns ein besonderes Anliegen, für die Kinder im Miteinander-Leben Glauben und christliche Werte erlebbar zu machen.

Das Miteinander sollte geprägt sein durch Toleranz, Angenommen-Sein und Liebe. Die religiöse Erziehung durchzieht somit den gesamten Erziehungsalltag.

 

Darüber hinaus gibt es im Laufe des Jahres viele Anlässe, um mit den Kindern von Gott und mit Gott zu sprechen oder in die nahe Pfarrkirche hineinzuschauen.

Über kindgemäße Gebete, Geschichten, Bilder, Lieder und Zeichen führen wir die Kinder zu Inhalten des Glaubens, wie sie sich auch z.B. in den Festen und Feiern des Kirchenjahres ausdrücken.

Wir gestalten mit den Kindern außerdem Andachten und Gottesdienste und gehen auf kirchliche Feste (z.B. Ostern, St. Martin, Weihnachten...) und ihre Hintergründe besonders ein.

In der Begegnung mit Erwachsenen, bei denen die Kinder Geborgenheit, Vertrauen, Achtung und Liebe erfahren, können sie ihr Selbstwertgefühl entwickeln und erfahren, dass sie von Gott bejaht und geliebt sind.

 

 

Naturerleben

 

Unzählige Anreize für Bewegung und Wahrnehmung, soziales Miteinander und Kommunikation machen das Außengelände sowie  „Wald & Flur“ zu wertvollen Spiel- und Lernorten für die Kinder.

Daher ist es uns wichtig, das ganze Jahr über nicht nur den Kindergartenspielplatz zu nutzen, sondern auch bei häufigen Ausflügen in die nahegelegenen Diemelauen Natur zu erleben.

 

Während der Naturerlebnistage im Frühjahr verbringen die Vorschul-Kinder außerdem eine Woche lang den Vormittag mit 2 Erziehern/Innen in der Natur und lernen dort spielerisch Tiere, Pflanzen u.a. kennen.

Beim Spiel draußen, im Wald oder in den Diemel-Auen nehmen die Kinder die Natur und die Jahreszeiten unmittelbar wahr. Der erste Sonnenstrahl, dichter Nebel, dunkle Wolken am Himmel oder zugefrorene Pfützen im Winter laden zum Beobachten ein und machen neugierig.

Durch den Umgang in und mit der Natur öffnen sich die Sinne und schult sich der Verstand. Kein Fernsehfilm könnte das ersetzen, was ein Kind etwa beim Klettern erlebt: Augen, Hände und Füße müssen gut kooperieren, um sicheren Tritt zu fassen an der Rinde des Baumstamms, ein Ausrutschen verwandelt Übermut in Vorsicht, das Einschätzen der Tragfähigkeit eines Astes lehrt planendes Handeln. Seine körperlichen Grenzen erfährt das Kind hier ebenso wie das überwältigende Gefühl, ein Ziel erreichen zu können. All diese Erfahrungen nisten sich ein in der Psyche des Kindes, formen seine Persönlichkeit.

Nicht zuletzt fördert die Bewegung an der frischen Luft bei jeder Witterung die Gesundheit und stärkt das Immunsystem der Kinder. Schutz vor Nässe und Schmutz bietet entsprechende Kleidung wie Gummistiefel, Regenhosen und –jacken.

Unser Ziel ist es, bei den Kindern das Interesse für die Natur und ihr natürliches Umfeld zu wecken, damit sie sich als Teil einer lebendigen Welt erleben können, in der sie ihren Platz haben!